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Was bestimmt die Nachfrage (Beduerfnisse)

Die Nachfrage


Beschäftigen wir uns mit dem Thema Nachfrage auf dem Markt.

Was bestimmt die Nachfrage?

Die Nachfrage wird von Bedürfnissen bestimmt und von dem Nutzen, den die Produkte bieten.

Bedürfnisse


Bedürfnisse können erstmal die Bedürfnissen von einzelnen sein, Individualbedürfnisse, oder die Bedürfnissen von Gruppen oder Organisationen, Kollektivbedürfnisse.

Auch Unternehmen haben Bedürfnisse, sie müssen Rohstoffe, Betriebsmittel einkaufen Arbeitskräfte beschäftigen und Geld aufnehmen um Invesitionen tätigen zu können. Auch das wird als Nachfrage auf den Märkten gezählt.

Bedürfnisse werden in drei Gruppe eingeteilt:


Existenzielle Bedürfnisse, zum Beispiel Essen, Wasser Luft, ohne die kann kein Mensch leben und sie sind dringlich existenznotwendig.

Grundbedürfnisse, sie sind auch existenznotwendig, aber nicht dringlich, im absoluten Notfall kann man auch ohne sie überleben. Dazu gehören Dinge wie Wohnung, Bekleidung. Auch Grundausbildung wie Lesen und Schreiben können kann man als Grundbedürfnis sehen, da es sehr schwierig ist, als Analphabet sich in der Gesellschaft zurechtzufinden.

Die dritte Gruppe sind Luxusbedürfnisse, Wünsche, die wir haben, die aber weder dringlich noch existenznotwendig sind.

Wir können Bedürfnisse auch in offene Bedürfnisse und latente – versteckte – Bedürfnisse einteilen:

Die offenen Bedürfnisse sind diejenigen Bedürfnisse, die mir bewusst sind. Ich geh in den Supermarkt und kauf mir ein Kilo Brot weil ich das ganz klar fürs Abendbrot und Frühstück brauche.

Ein verstecktes Bedürfnis ist die Tafel Schokolade, die ich mir dort ebenfalls noch gekauft habe. Ich hatte nicht vor, Schokolade zu kaufen, aber als ich sie gesehen habe, dann hab ich sie doch noch gekauft.

Brot war mein existenzielles Bedürfnis in diesem Fall, Schokolade ein Luxusbedürfnis, das durch gute Marketingstrategie geweckt wurde, weil sie ausgerechnet auf dem Weg vom Brotstand zur Kasse platziert war.

Es ist heute die reinste Wissenschaft, wie man Luxusgüter so im Laden platziert, damit sie verkauft werden, obwohl der Kunde sie nicht braucht. Dazu spielt man im Hintergrund sanfte Musik, um den Geist des Kunden schläfrig zu machen und die seelischen Wünsche zu aktivieren, damit er seine Entscheidungen aus der Seele heraus trifft aber nicht aus dem Verstand, um zu erkennen, dass die Schokolade zu teuer war und er es sich mit seinem Einkommen nicht leisten kann.

Wenn man als Unternehmer die Nachfrage analysieren möchte, muss man wieder zu den Wirtschaftnachrichten gehen: In Zeiten wo wenig Geld da ist, werden eher existenznotwendige Güter und Güter verkauft, die die Grundbedürfnisse decken, in Hochzeiten der Wirtschaft werden viele Luxusgüter verkauft.

Auf dem Reisemarkt zum Beispiel: In wirtschaftlich schlechten Zeiten ist es schwer eine teure Luxusreise zu verkaufen, die verkauft man, wenn die Leute genug Mittel zur Verfügung haben.

Sehr wohl verkauft man aber in Wirtschaftsflauten kleine Ausflüge oder Charterreisen, die man noch günstig anbieten kann, so dass der Arbeitslose sich es auch noch leisten kann.

Nutzen


Der Nutzen der Produkte kann in Grundnutzen, Befriedigungsnutzen und Sozialer Nutzen eingeteilt werden:

1. Grundnutzen

Der Grundnutzen ist der Nutzen, den ich aus den technischen Eigenschaften des Produktes beziehe.

Ein Messer muss schneiden, sonst ist der Grundnutzen nicht befriedigt. Ein Pullover muss mich im Winter wärmen und ein Auto das nicht fährt, das ist sein Geld nicht wert. Logisch, dass sind alles technische Nutzen, die erfüllt werden müssen.

2. Befriedigungsnutzen

Das ist der Nutzen, den ich daraus beziehe, dass das Messer nicht nur gut schneidet sondern auch noch schön aussieht oder gut in der Hand liegt wenn ich es benutze. Auch die schöne Farbe des Pullovers oder des Autos fügen einen Befriedigungsnutzen dazu.

3. Sozialer Nutzen

Den Sozialen Nutzen kennen wir alle von der Markenbekleidung her. Den Grundnutzen, mich anzuziehen und zu wärmen erfüllt jedes T-Shirt, eine Befriedigungsnutzen erziele ich daraus, dass es mir gut steht und ich gut damit aussehe, aber wenn dann noch das Logo einer bestimmten Marke darauf ist, dann hab ich auch noch einen sozialen Nutzen dadurch.

Für Autos gilt dasselbe: Den Grundnutzen, mich zu transportieren, erfüllt jedes Auto. Wenn es schön aussieht und bequem ist, dann hat es auch noch eine Befriedigungsnutzen und wenn dann der Autohersteller pfiffig ist, seine Marke gut zu verkaufen, so dass alle mich bewundern, wenn ich mit dem Auto angefahren komme, dann bezahle ich natürlich noch mehr dafür, weil ich auch noch einen sozialen Nutzen dadurch habe.


Das Thema Bedürfnisse und Nutzen hört sich immer sehr theoretisch an, aber genau darauf müssen wir achten, wenn wir eine Produktpolitik betreiben, denn sie ändern sich ständig und so müssen wir auch ständig Marktforschungen machen um zu erkennen was denn gerade „in“ ist um so der Nachfrage durch unser Angebot gerecht zu werden.  

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